So bin ich zur Babyfotografie gekommen

Hello.

Eine kurze Geschichte darüber wie ich bei der Babyfotografie gelandet bin. Ich versuche auf jeden Fall sie kurz zu halten. Für treue Follower die sich wundern, was bei mir so alles passiert ist, oder neue Follower die mehr über mich erfahren möchten! Viel Spaß beim lesen.

Wenn eines für mich immer klar war, war es die Tatsache, dass ich eines Tages mein Geld als Fotografin verdienen werde. Ohne nur ansatzweise zu wissen was oder wen ich fotografieren werde. Aber mit diesem Wissen begann die lange Reise zu einem Ziel dessen Adresse ich nicht kannte. Angefangen habe ich mit Portraits. Ich erinnere mich noch ganz genau an mein erstes Shooting mit einem richtigen Model. Alles war so aufregend und neu. Es war und ist nachwievor wahnsinnig spannend Menschen zu fotografieren. Ob groß oder klein. Jedes Shooting ist einzigartig so wie es jeder Mensch ist. Davon angefixt und auf der Suche nach Neuem und vor allem neuen Herausforderungen war es für mich klar auch Paare fotografieren zu wollen. Da war alles noch ein Hobby und ich dachte zu dem Zeitpunkt noch nicht daran den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen. Ich erinnere mich auch dabei noch an mein erstes Paarshooting. Wieder so aufregend. Das erste Mal mir komplett fremde Menschen fotografiert. Es war toll! Die Geschichte und Liebe zweier Menschen in Fotos festzuhalten war wunderschön und natürlich kam schnell der Gedanke Hochzeiten fotografieren zu wollen, vor allem mit der (aus heutiger Sicht damals noch kleinen) Welle der Hochzeitsfotografen. Was konnte es schon schöneres geben als die Liebe, einen schönsten Tag, eines Paares zu fotografieren? Alles war perfekt. Ich habe mir alles aufgebaut und sogar die ersten Anfragen bekommen noch bevor ich davon zu träumen wagte. Und was lief jetzt dabei schief? Kurz: Außer beim Shooting mit dem Brautpaar alleine fühlte ich, dass mir meine Kreativität zu kurz kam und ich ganz schnell dadurch unglücklich wurde. Und ganz ohne zögern wusste ich, dass ich keine Hochzeiten mehr fotografieren werde, denn in der Fotografie war es schon immer meine oberste Priorität nur das zu tun was mich glücklich macht. So hängte ich meinen Traum von der Selbstständigkeit wieder zügig an den Nagel und dachte lange Zeit gar nicht mehr an die Fotografie beziehungsweise wie es mit mir weitergehen sollte. Ich fotografierte alles mögliche: Paare, Portraits, Indoor, Outdoor, analog, digital. Liest noch jemand mit?

Eines Tages meldete sich eines der wenigen Brautpaare, deren Hochzeit ich begleitet habe, ob ich Lust hätte ihr Baby zu fotografieren, wenn es da ist. Ich dachte mir warum nicht! Wieder eine neue Erfahrung in einem neuen Bereich. Vollkommen ohne Erwartungen an das Shooting lies ich mich einfach darauf ein. Ich dachte überhaupt nicht daran, ob das das Richtige für mich sein könnte. Darüber habe ich schon lange nicht mehr nachgedacht. Und wie es bei einem Happy End so ist: es ist einfach passiert und ich habe mich verliebt. Ich wusste einfach, dass es das Richtige für mich ist! Natürliche Babyfotos – ungestellt und zeitlos. Ich halte nachwievor Liebe in Fotos fest. Es dreht sich einfach um die Liebe, so wie alles im Leben!

Anja